Deutsch lernen diese Woche | Übungen, Tipps & Prüfungsfokus (Januar 2026)
Du möchtest dein Deutsch verbessern und suchst nach einer strukturierten Lernhilfe? Dann bist du hier genau richtig. Diese Woche (Januar 2026) legen wir den Fokus auf zentrale Grammatikthemen, erweitern deinen Wortschatz und bereiten dich gezielt auf mögliche Prüfungsfragen vor. Du erhältst klare Anleitungen, praktische Übungen und einen konkreten Tipp, den du sofort im Alltag oder in einer Prüfung anwenden kannst. Unser Ziel ist es, dir einen klaren Lernpfad für die kommende Woche zu ebnen, damit du Fortschritte siehst und dich sicher im Deutschen fühlst. Wenn du deine Sprachkenntnisse verbessern möchtest, kannst du hier Online Deutsch lernen.
Diese Woche widmen wir uns zwei wichtigen Bausteinen der deutschen Sprache: trennbaren und untrennbaren Verben sowie den unbestimmten Pronomen. Diese Themen sind grundlegend für flüssige und korrekte Sätze. Wenn du hier sattelfest bist, öffnest du Türen zu komplexeren Ausdrücken und verstehst Texte und Gespräche leichter. Dein Ziel ist es, diese grammatischen Strukturen sicher anzuwenden und zu erkennen.
Die Welt der trennbaren und untrennbaren Verben: Ein erster Einblick
Die deutsche Sprache hat eine Besonderheit bei vielen Verben: Sie können mit einem Präfix kommen, das sich in bestimmten Satzkonstruktionen vom Verbstamm löst. Stell dir das wie ein Puzzle vor, bei dem ein Teil des Bildes (das Präfix) abgenommen und woanders platziert wird. Diese trennbaren Verben sind wie flexible Musiker, die ihr Instrument (das Präfix) verlagern können, um den Rhythmus des Satzes zu verändern.
Es gibt aber auch Verben, bei denen das Präfix fest mit dem Stamm verbunden ist. Diese untrennbaren Verben sind eher wie ein Block gegossen; das Präfix bleibt immer an seinem Platz. Das Wissen um diese Unterscheidung ist entscheidend, um die richtige Satzstellung zu beherrschen und Fehler zu vermeiden.
Was ist der Unterschied?
Der Schlüssel liegt oft im Präfix selbst. Viele Präfixe wie an-, auf-, aus-, ein-, mit-, nach-, vor-, weg-, zu- sind typischerweise trennbar. Präfixe wie be-, ge-, er-, ver-, zer- sind hingegen meist untrennbar. Einige Präfixe können beides sein, was die Sache spannend macht, aber dazu kommen wir später.
**Ein konkretes Beispiel: anrufen vs. *telefonieren
Um diesen Unterschied greifbar zu machen, betrachten wir die Verben anrufen und telefonieren.
- anrufen: Dieses Verb ist trennbar. Wenn du jemanden anrufst, trennt sich das Präfix „an-“ vom Verbstamm „rufen“.
- Im Hauptsatz rutscht das Präfix ans Satzende: „Ich rufe dich an.“
- Im Nebensatz bleibt das Präfix beim Verbstamm und steht am Ende des Nebensatzes: „Ich weiß, dass ich dich anrufe.“
- Bei der Verneinung mit nicht: „Ich rufe dich heute nicht an.“
- Bei Perfektbildung mit einem Hilfsverb und dem Partizip II: Das Präfix wird hier verändert. Aus anrufen wird angerufen. Hier ist das „an-“ doch wieder am Partizip II angeheftet. Das ist ein wichtiger Punkt, den du dir merken musst: In der Perfektbildung verhält es sich oft anders als im Satz. „Ich habe dich gestern angerufen.“
- telefonieren: Dieses Verb ist untrennbar. Das Präfix „tele-“ ist fest mit dem Stamm „fonieren“ verbunden. Es trennt sich nicht ab.
- Im Hauptsatz bleibt alles zusammen: „Ich telefoniere mit meinem Freund.“
- Im Nebensatz ebenfalls: „Ich weiß, dass ich mit meinem Freund telefoniere.“
- Bei der Verneinung: „Ich telefoniere heute nicht.“
- Bei Perfektbildung: aus telefonieren wird telefoniert. Das Präfix „tele-“ bleibt hier wieder am Partizip II als Teil des Wortes erhalten, aber es ist kein Zeichen für Trennbarkeit im Satz. „Ich habe gestern lange telefoniert.“
Dieser Unterschied, ob das Präfix am Satzende steht oder nicht, ist dein erster wichtiger Schlüssel für korrekte deutsche Sätze.
Übung: Trennbare oder untrennbare Verben?
Konzentriere dich jetzt darauf, die Verben richtig zu erkennen und anzuwenden. Hier ist eine kleine Übung, um dein Verständnis zu testen. Lies die Sätze und entscheide, ob das Verb trennbar ist und ob das Präfix richtig platziert ist. Korrigiere, wo nötig.
- Welches Präfix ist trennbar, welches nicht?
- Ich gehe heute ein ins Kino. (Verb: eingehen)
- Wir machen auf die Tür. (Verb: aufmachen)
- Er vergisst seine Brille. (Verb: vergessen)
- Die Lehrerin erklärt das Thema. (Verb: erklären)
- Du rufst mich bitte an? (Verb: anrufen)
- Setze die Verben richtig ein und beachte die Trennbarkeit:
- Bitte ___________ du den Laden ___________! (Verb: aufmachen)
- Wann ___________ ihr ins Bett ___________? (Verb: einschlafen)
- Sie ___________ morgen ihre Eltern ___________ . (Verb: besuchen – Achtung: besuchen ist untrennbar)
- Der Zug ___________ pünktlich ___________ . (Verb: abfahren)
- Ich ___________ das nicht ___________ . (Verb: verstehen)
Mini-Checkliste: Trennbare Verben
- Kannst du die typischen trennbaren Präfixe aufzählen (an-, auf-, aus-, ein-, mit-, nach-, vor-, weg-, zu-)?
- Erkennst du, ob ein Verb trennbar ist, wenn du es im Satz verwendest (Präfix am Satzende)?
- Weißt du, wie das Partizip II bei trennbaren Verben gebildet wird (oft mit „ge-“ zwischen Präfix und Stamm)?
- Hast du den Unterschied zwischen anrufen und telefonieren verstanden und kannst ihn anwenden?
Wenn du deine Deutschkenntnisse weiter verbessern möchtest, empfehle ich dir, auch den Artikel über Tipps für Deutschlernende auf dem B1-Niveau zu lesen. Dort findest du wertvolle Ratschläge, die dir helfen, fließend Deutsch zu sprechen. Du kannst den Artikel unter folgendem Link erreichen: Tipps für Deutschlernende auf dem B1-Niveau. Viel Erfolg beim Lernen!
Dein Wortschatz-Booster: Vom Einfachen zum Gehobenen
Wortschatz ist die Munition für deine Sprache. Je mehr Munition du hast, desto besser kannst du dich ausdrücken. Diese Woche üben wir, deinen Wortschatz zu erweitern, indem wir uns alltägliche Ausdrücke ansehen und nach Wegen suchen, sie mit anspruchsvolleren Synonymen zu ersetzen. Das ist, als würdest du von einem einfachen Werkzeug auf ein professionelles aufrüsten.
Die Kunst der Synonyme: Mehr Farbe für deine Sprache
Stell dir vor, du beschreibst etwas als „gut“. Das ist verständlich, aber ein bisschen… flach. Wenn du aber stattdessen „hervorragend“, „exzellent“ oder „ausgezeichnet“ sagst, vermittelst du eine ganz andere Intensität und Präzision. Genauso ist es mit anderen Wörtern.
So funktioniert die Methode:
Wir nehmen alltägliche Wörter und Phrasen und suchen nach Wörtern, die eine ähnliche Bedeutung haben, aber anspruchsvoller sind. Das hilft dir nicht nur, deinen Wortschatz zu erweitern, sondern auch, Nuancen in der Bedeutung zu verstehen und deine Ausdrucksweise zu verfeinern.
Beispiele für Wortpaare (von einfach zu fortgeschritten):
- Jeden Tag → täglich: Das ist ein einfaches Beispiel. „Jeden Tag“ ist umgangssprachlich und sehr verbreitet. „Täglich“ ist formeller und kann in schriftlichen Kontexten oft besser passen. Wenn du zum Beispiel einen Bericht über deine Arbeit schreibst, ist „Ich arbeite täglich an diesem Projekt“ angebrachter als „Ich arbeite jeden Tag an diesem Projekt“.
- Sehr → äußerst: „Sehr“ ist das universelle Signalwort für Verstärkung. Aber es kann schnell langweilig werden. „Äußerst“ ist ein starker Ersatz, der eine höhere Intensität anzeigt. Stell dir vor, du sagst: „Das ist ein sehr wichtiger Punkt.“ Mit „äußerst“ wird daraus: „Das ist ein äußerst wichtiger Punkt.“ Der Unterschied ist subtil, aber macht deine Sprache wirkungsvoller.
- Wichtig → relevant / bedeutsam / essenziell: Je nach Kontext können diese Wörter eine stärkere oder spezifischere Bedeutung tragen als das einfache „wichtig“. „Relevant“ bedeutet, dass etwas Bezug hat. „Bedeutsam“ deutet auf eine tiefere Bedeutung hin. „Essenziell“ heißt, dass etwas unerlässlich ist.
- Gut → befriedigend / vorteilhaft / zufriedenstellend: Auch hier gibt es viele Abstufungen. Eine Prüfung, die mit „gut“ bewertet wird, kann je nach Notensystem auch als „zufriedenstellend“ oder sogar „sehr gut“ beschrieben werden. „Vorteilhaft“ passt, wenn etwas einen Nutzen hat.
- Sagen → darlegen / mitteilen / erläutern / äußern: Je nachdem, ob du etwas informierst, erklärst oder einfach deine Meinung kundtust, eignen sich unterschiedliche Verben. „Darlegen“ bedeutet, etwas strukturiert darzustellen. „Mitteilen“ ist neutraler und informativer. „Erläutern“ bedeutet, etwas verständlich zu machen. „Äußern“ sind eigene Gedanken.
Diese Methode ist wie das Sammeln von speziellen Werkzeugen für deine Sprachtasche. Mit der Zeit wirst du spüren, welches Werkzeug für welche Situation am besten passt.
Übung: Finde das bessere Wort!
Suche für die folgenden einfachen Wörter passendere, anspruchsvollere Synonyme. Versuche, sie auch in einem kurzen Beispielsatz zu verwenden.
- Viel: Finde zwei Synonyme und bilde je einen Satz.
- Beispiel: „Ich habe viel Geld.“ → Ich habe reichlich Geld. / Ich habe umfangreiche Mittel.
- Gerne: Finde ein Synonym und bilde einen Satz.
- Schlecht: Finde zwei Synonyme und bilde je einen Satz.
- Problem: Finde ein Synonym und bilde einen Satz.
- Beginnen: Finde ein Synonym und bilde einen Satz.
Mini-Checkliste: Wortschatz-Booster
- Hast du die Paare jeden Tag → täglich und sehr → äußerst verinnerlicht?
- Kannst du mindestens drei weitere einfache Wörter finden und ihnen zwei anspruchsvollere Synonyme zuordnen?
- Hast du versucht, die neu gelernten Wörter in eigenen Sätzen anzuwenden?
- Bist du bereit, in Zukunft aktiv nach Synonymen zu suchen, wenn du dir ein Wort zu einfach vorkommt?
Dein Prüfungsfokus: Unbestimmte Pronomen souverän meistern
Unbestimmte Pronomen sind ein wichtiger Bestandteil der deutschen Grammatik, besonders in Prüfungen. Sie ersetzen Substantive, wenn der Sprecher oder Schreiber nicht genau weiß, wer oder was gemeint ist, oder wenn es unwichtig ist. Sie sind wie Platzhalter, die dir helfen, Sätze korrekt zu formulieren, ohne jedes Mal ganze Nomen wiederholen zu müssen.
Wer ist da? jemand, niemand, etwas, nichts
Diese Pronomen sind dein Werkzeug, um über unerklärliche Ereignisse oder unbekannte Personen zu sprechen. Sie sind oft im Nominativ und Akkusativ wichtig, können aber auch in anderen Fällen vorkommen.
jemand: Bedeutet „eine unbekannte Person“.
- Nominativ: Jemand hat an die Tür geklopft. (Wer hat geklopft? Wir wissen es nicht.)
- Akkusativ: Hast du jemanden gesehen? (Wen hast du gesehen? Eine unbekannte Person.)
niemand: Bedeutet „keine Person“. Das ist das Gegenteil von jemand. Es ist bereits negativ.
- Nominativ: Niemand war zu Hause. (Keine Person war zu Hause.)
- Akkusativ: Ich kenne niemanden hier. (Ich kenne keine Person hier.)
- Beachte: Wenn du niemand im Deutschen verwendest, brauchst du keine zusätzliche Verneinung wie nicht. „Ich kenne nicht niemanden“ ist eine doppelte Verneinung und bedeutet das Gegenteil – dass du doch wen kennst.
etwas: Bedeutet „eine unbekannte Sache“.
- Nominativ: Etwas riecht komisch. (Was riecht komisch? Wir wissen es nicht genau.)
- Akkusativ: Ich möchte etwas essen. (Was möchtest du essen? Irgendetwas.)
- Auch hier ist etwas neutral und positiv. Wenn du eine Verneinung brauchst, verwendest du nichts.
nichts: Bedeutet „keine Sache“. Das ist das Gegenteil von etwas.
- Nominativ: Nichts ist unmöglich. (Keine Sache ist unmöglich.)
- Akkusativ: Ich habe nichts gehört. (Ich habe keine Sache gehört.)
- Wie bei niemand gilt: nichts ist bereits negativ. „Ich höre nichts nicht“ ist falsch. „Ich höre nichts“ ist korrekt.
Das Verb empfehlen
Dieses Verb ist ein guter Kandidat, um die Anwendung von unbestimmten Pronomen zu üben, da es oft in Empfehlungs-Situationen vorkommt. Empfehlen bedeutet, jemandem etwas Gutes zu raten oder vorzuschlagen. Es ist ein trennbares Verb mit dem Präfix „emp-„, das aber im Satz nicht abgetrennt wird. Es wird mit dem Dativ und Akkusativ verwendet.
- Ich empfehle dir (Dativ) dieses Buch (Akkusativ).
- Können Sie mir (Dativ) etwas (Akkusativ) empfehlen?
- Ich kann niemandem (Dativ) nichts (Akkusativ) empfehlen. (Hier werden niemandem und nichts kombiniert.)
Übung: Setze die unbestimmten Pronomen richtig ein!
Fülle die Lücken mit jemand, niemand, etwas oder nichts. Achte auf die Fälle (Nominativ/Akkusativ).
- Ich habe heute ___________ Besonderes gesehen.
- Hat ___________ die Tür offen gelassen?
- Der Lehrer hat uns ___________ zu tun gegeben.
- Tut mir leid, ich weiß ___________ darüber.
- _________ war im Raum. Ich war allein.
- Möchtest du ___________ trinken?
- Ich kann dir ___________ raten, wenn du keine Lust hast.
- _________ kann diese Aufgabe lösen, nur du.
Setze nun das Verb empfehlen in die passenden Lücken ein und achte auf die Fälle:
- Kannst du mir ___________ gutes ___________? (Verb: empfehlen)
- Ich ___________ dir unbedingt dieses Museum ___________! (Verb: empfehlen)
- Der Kellner ___________ uns ___________. (Verb: empfehlen)
- Wir haben ___________ gehört, als wir vorbeigingen. (Verb: empfehlen – hier passt es nicht gut, denk nach!)
Mini-Checkliste: Prüfungsfokus (Unbestimmte Pronomen)
- Kannst du den Unterschied zwischen jemand und niemand sowie etwas und nichts erklären?
- Weißt du, wann du jemand, niemand, etwas, nichts im Nominativ oder Akkusativ verwendest?
- Verwendest du die richtige Satzstruktur mit doppelter Verneinung (also vermeidest du sie, wenn du niemand oder nichts benutzt)?
- Kannst du das Verb empfehlen korrekt mit Dativ und Akkusativ verwenden, insbesondere mit unbestimmten Pronomen?
Nachrichten-Akademie: Aktuelles Geschehen als Lernstoff
Die deutsche Sprache lernst du am besten, wenn du sie im Kontext erlebst. Aktuelle Nachrichten sind eine fantastische Quelle dafür. Sie sind oft in einfacher Sprache verfasst und behandeln Themen, die dich vielleicht ohnehin interessieren. Nachrichten sind wie Fenster in die reale Welt, und durch diese Fenster kannst du auch die Sprache üben.
„Kurz und leicht“ – Deine Brücke zur WELT
Die Deutsche Welle (DW) bietet eine Serie namens „Kurz und leicht“ an, die speziell für Deutschlerner auf Anfängerniveau konzipiert ist. Diese Videos und Artikel fassen wichtige Nachrichten aus aller Welt in verständlicher Sprache zusammen. Das ist wie ein maßgeschneiderter Anzug für dein Sprachlernen – gut sitzend und sehr nützlich.
Was dich erwartet (Stand Januar 2026):
Basierend auf Informationen aus dieser Woche (Januar 2026) gab es bereits aktuelle Beiträge zu Themen wie:
- Europäische Angelegenheiten: Eine EU-Versammlung und ihre Beschlüsse, zum Beispiel zum Thema Grönland. Solche Themen helfen dir, Vokabular rund um Politik, Wirtschaft und internationale Beziehungen zu lernen.
- Internationale Ereignisse: Zugunglücke in Spanien oder Waldbrände in Chile. Diese Ereignisse sind oft emotional und erfordern präzises Vokabular, um sie zu beschreiben. Du lernst Wörter für Naturkatastrophen, Unfälle und Rettungsmaßnahmen.
- Internationale Politik und Konflikte: Berichte über das Zerstören von UNRWA-Gebäuden durch Israel, Donald Trumps Reisen (wie nach Davos) oder Gerichtsurteile zu komplexen Themen wie dem Mord an Abe in Japan. Diese Themen sind oft kontrovers und erfordern ein gutes Verständnis von abstrakter Sprache und Fachbegriffen.
- Gerichtsentscheidungen und deren Auswirkungen: Gerichtsurteile sind ein wichtiges Feld, und das Lernen der entsprechenden Terminologie kann sehr wertvoll sein.
Warum ist das gut für dich?
- Aktueller Wortschatz: Du lernst Wörter, die gerade in den Nachrichten verwendet werden. So bist du up-to-date, sowohl sprachlich als auch inhaltlich.
- Verständlich Aufbereitung: Die Texte sind extra für Lerner geschrieben. Das bedeutet, die Sätze sind kürzer, die Grammatik ist einfacher und der Wortschatz ist auf Anfänger- bis Mittelstufenniveau beschränkt.
- Kontextuelles Lernen: Du siehst, wie die Sprache in der realen Welt angewendet wird. Das hilft dir, die Bedeutung von Wörtern und die Struktur von Sätzen besser zu verstehen.
- Motivation: Über aktuelle Themen zu sprechen oder zu lesen, kann sehr motivierend sein, da es einen direkten Bezug zu deiner Welt hat. Es ist keine trockene Grammatik mehr, sondern lebendige Sprache.
Übung: Nachrichten-Decoder
Suche dir eines der unten genannten Nachrichten-Themen aus oder wähle ein aktuelles Nachrichten-Video von DW „Kurz und leicht“ (falls verfügbar):
- EU-Treffen zum Thema Grönland
- Zugunglück in Spanien
- Waldbrände in Chile
- Israel zerstört UNRWA-Hauptquartier
- Trump reist nach Davos
Lies oder schaue dir den Beitrag an. Versuche dann Folgendes:
- Schreibe die drei wichtigsten Sätze auf, die du verstanden hast.
- Liste fünf neue Wörter auf, die du gelernt hast, und versuche, ihre Bedeutung zu erraten oder nachzuschlagen.
- Fasse die Hauptaussage des Nachrichtenbeitrags in einem eigenen Satz zusammen, so einfach wie möglich.
Mini-Checkliste: Nachrichten-Akademie
- Hast du Zugang zu den Nachrichten-Ressourcen von DW „Kurz und leicht“ gefunden?
- Hast du dir mindestens einen Beitrag angesehen oder gelesen?
- Konntest du die Hauptaussage des Beitrags verstehen und zusammenfassen?
- Hast du neue Wörter notiert und versucht, ihre Bedeutung zu klären?
Wenn du dein Deutsch verbessern möchtest, empfehle ich dir, auch einen Blick auf einen verwandten Artikel zu werfen, der sich mit der Verwendung von „sein“ und „haben“ im Perfekt beschäftigt. Dieser Artikel bietet dir eine tiefere Einsicht in die Grammatik und hilft dir, deine Kenntnisse zu vertiefen. Du kannst ihn hier finden: Perfekt mit sein oder haben. Indem du diese Übungen machst, wirst du nicht nur deine Sprachfähigkeiten erweitern, sondern auch besser auf die Prüfungen vorbereitet sein.
Dein konkreter Tipp für diese Woche: Der „Satz-Check“
| Tag | Übung | Tipp | Prüfungsfokus | Fortschritt (%) |
|---|---|---|---|---|
| Montag | Grammatik: Präsens und Perfekt | Nutze Karteikarten für Verben | Verben konjugieren | 20 |
| Dienstag | Hörverstehen: Alltagssituationen | Höre deutsche Podcasts | Verständnis von Gesprächen | 35 |
| Mittwoch | Schreiben: Kurze Texte verfassen | Schreibe täglich ein Tagebuch | Textaufbau und Rechtschreibung | 50 |
| Donnerstag | Lesen: Zeitungsartikel | Markiere unbekannte Wörter | Lesefähigkeit verbessern | 65 |
| Freitag | Sprechen: Rollenspiele | Übe mit einem Tandempartner | Flüssigkeit und Aussprache | 80 |
| Samstag | Wortschatz: Thematische Listen | Erstelle Mindmaps | Erweiterung des Wortschatzes | 90 |
| Sonntag | Prüfungssimulation | Simuliere die Prüfungssituation | Gesamte Prüfungsvorbereitung | 100 |
Dieser Tipp ist einfach, aber unglaublich wirkungsvoll. Er ist wie ein kleiner Detektiv, den du auf jeden Satz ansetzt, den du selbst bildest. Er hilft dir, deinen eigenen Sprachgebrauch zu überprüfen und Fehler zu finden, bevor sie sich festsetzen.
Der „Satz-Check“: Deine persönliche Qualitätskontrolle
Jedes Mal, wenn du einen Satz bildest – sei es mündlich oder schriftlich – frage dich die folgenden Fragen:
- Ist das, was ich sagen will, klar?
- Manchmal meinen wir etwas anderes, als wir es ausdrücken. Stell dir vor, du möchtest sagen, dass du eine Suppe isst. Wenn du aber sagst, du „trinkst“ die Suppe, klingt das komisch. Frag dich: Das Wort, das ich benutze, drückt genau das aus, was ich meine?
- Kommt das Verb an die richtige Stelle?
- Das ist besonders wichtig für Anfänger. Bei deutschen Hauptsätzen steht das konjugierte Verb an zweiter Stelle. In Nebensätzen steht es am Ende.
- Beispiel:
- Hauptsatz: „Ich gehe heute ins Kino.“ (Verb gehe an zweiter Stelle)
- Nebensatz: „Ich weiß, dass ich heute ins Kino gehe.“ (Verb gehe am Ende)
- Überprüfe immer, wo dein konjugiertes Verb steht.
- Stimmt die Reihenfolge der Satzteile?
- Im Deutschen gibt es eine typische Reihenfolge: Subjekt – Verb – Objekt – Ergänzungen. Aber manchmal werden Ergänzungen (wie Orts- oder Zeitangaben) auch nach vorne gestellt, um sie zu betonen. Dann aber MUSS das Verb an zweiter Stelle folgen.
- Normal: Ich gehe heute ins Kino.
- Betonung der Zeit: Heute gehe ich ins Kino. (Heute – Verb gehe – Subjekt Ich)
- Fang nicht mit den Ergänzungen an und lass das Verb trotzdem an dritter Stelle, das ist ein häufiger Fehler.
- Ist die Endung des Adjektivs oder Artikels korrekt?
- Das ist oft knifflig. Wenn ein Adjektiv vor einem Nomen steht, muss es eine Endung bekommen, die vom Artikel (der, die, das, ein, eine) und vom Genus (männlich, weiblich, neutral) des Nomens abhängt.
- Beispiel:
- ein schönes Haus (neutral, indefiniter Artikel)
- das schöne Haus (neutral, definitiver Artikel)
- ein schöner Tag (maskulin, indefiniter Artikel)
- Wenn du dir unsicher bist, ist es besser, den Satz einfacher zu formulieren.
Praxisbeispiel für den Satz-Check:
Du möchtest sagen: „Ich wohne seit zwei Jahren in Deutschland und lerne Deutsch.“
- Satz-Check 1 (Klarheit): Ja, das ist klar.
- Satz-Check 2 (Verb): „wohne“ und „lerne“ sind konjugierte Verben. Wo stehen sie? „Ich wohne seit zwei Jahren in Deutschland und lerne Deutsch.“ Hier sind beide Verben an ihrer richtigen Stelle (zweite Stelle im Hauptsatz).
- Satz-Check 3 (Reihenfolge): Subjekt (Ich) – Verb (wohne) – Zeit (seit zwei Jahren) – Ort (in Deutschland) – Konjunktion (und) – Verb (lerne) – Objekt (Deutsch). Passt.
- Satz-Check 4 (Endungen): Kein Adjektiv vor einem Nomen in diesem Satz, also kein Problem hier.
Nun ein Satz, der vielleicht einen Fehler hat, wenn man nicht aufpasst: Du möchtest sagen: „Ich lerne jeden Tag neue Wörter.“
- Satz-Check 1 (Klarheit): Ja, klar.
- Satz-Check 2 (Verb): „lerne“ – steht an zweiter Stelle. Passt.
- Satz-Check 3 (Reihenfolge): Subjekt (Ich) – Verb (lerne) – Zeit (jeden Tag) – Objekt (neue Wörter). Passt.
- Satz-Check 4 (Endungen): Hier haben wir das Adjektiv „neue“ vor dem Nomen „Wörter“. „Wörter“ ist Plural. Der bestimmte Artikel für Plural ist „die“. Ohne Artikel (indefinite Natur) oder mit indefinitem Artikel steht hier die starke Deklination. Die korrekte Form ist „neue“. Also „Ich lerne jeden Tag neue Wörter.“ Wenn du jetzt einen Fehler gemacht hättest und gesagt hättest: „Ich lerne jeden Tag neu Wörter.“ Dann würde der Satz-Check das aufdecken.
Du kannst diesen Satz-Check für dich als eine Art Checkliste entwickeln. Sobald du dieses Bewusstsein entwickelst, werden deine Sätze automatisch korrekter.
Mini-Checkliste: Dein Satz-Check
- Wirst du bewusst darauf achten, wo dein konjugiertes Verb in einem Satz steht (zweite Stelle im Hauptsatz, Ende im Nebensatz)?
- Wirst du überprüfen, ob die Ergänzungen (Zeit, Ort) richtig platziert sind, besonders wenn sie am Satzanfang stehen?
- Benutzt du den Satz-Check aktiv, wenn du Sätze bildest, und nicht nur passiv darüber nachdenken?
- Bist du bereit, dich bei Unsicherheit bei Adjektivendungen zurückzuhalten oder sie gezielt nachzuschlagen?
Diese Woche bietet dir eine solide Grundlage. Mit klaren Lernzielen, praktischen Übungen und einem sofort anwendbaren Tipp bist du bestens gerüstet, um dein Deutsch voranzubringen. Bleib dran, übe regelmäßig und du wirst sehen, wie deine Sprachfähigkeiten wachsen!
FAQs
Wie kann ich diese Woche effektiv Deutsch lernen?
Du kannst diese Woche effektiv Deutsch lernen, indem du täglich kurze Übungseinheiten einplanst, Vokabeln wiederholst und gezielt Grammatikthemen bearbeitest. Nutze außerdem Hör- und Leseübungen, um dein Sprachverständnis zu verbessern.
Welche Übungen sind besonders hilfreich für den Prüfungsfokus?
Für den Prüfungsfokus sind Übungen zu Hörverstehen, Leseverstehen, Schreiben und Sprechen besonders wichtig. Übe mit alten Prüfungsaufgaben und konzentriere dich auf typische Prüfungsthemen und -formate.
Wie integriere ich Tipps zum Deutschlernen in meinen Alltag?
Du kannst Tipps zum Deutschlernen integrieren, indem du zum Beispiel deutsche Podcasts hörst, Filme oder Serien auf Deutsch schaust und mit Muttersprachlern sprichst. Auch das Führen eines Lerntagebuchs hilft dir, deinen Fortschritt zu verfolgen.
Wie bereite ich mich am besten auf eine Deutschprüfung im Januar 2026 vor?
Bereite dich am besten vor, indem du einen Lernplan erstellst, der alle relevanten Sprachfertigkeiten abdeckt. Übe regelmäßig mit Prüfungsaufgaben, hole dir Feedback von Lehrern oder Tandempartnern und achte darauf, deine Schwächen gezielt zu verbessern.
Welche Ressourcen sind empfehlenswert für Deutschübungen im Januar 2026?
Empfehlenswerte Ressourcen sind Online-Plattformen mit interaktiven Übungen, offizielle Prüfungsbücher, Sprachlern-Apps und deutschsprachige Medien. Auch Sprachkurse und Tandempartner können dir beim Üben helfen.

